PornHub hat mehr als 8 Millionen kostenloser Pornos gelöscht

PornHub sorgte in den letzten Wochen immer wieder für Schlagzeilen und gilt ganz nebenbei als eine der größten und bekanntesten Pornoseiten der Welt. Jetzt allerdings hat man die Auswahl der kostenlosen Sexvideos auf der Pornotube drastisch reduziert. Denn PornHub selber hat mehr als 8 Millionen Pornos von der eigenen Seite genommen und macht sie nicht mehr aufrufbar. Was steckt dahinter, dass eine der größten Porntubes der Welt fast zwei Drittel seiner Pornos aus dem Angebot nimmt?

Als „YouTube des Pornos“ ist die Sexseite bekannt geworden, auf der man sich ohne eine Registrierung und ohne anfallenden Kosten Pornos anschauen konnte. Dies funktioniert noch immer, nur dass die Auswahl deutlich kleiner geworden ist. Denn Mitte Dezember hat die kostenlose Pornoseite einfach mal rund 8 Millionen der verfügbaren Sextapes gelöscht und aus dem Sortiment genommen. Das hat auch alles einen Grund.

PornHub löscht Videos von nicht verifizierten Mitgliedern der Pornoseite

PornHub sperrt mehr als 9 Millionen Videos von der Pornoplattform

Alles begann damit, dass in der New York Times ein Artikel über PornHub erschien, in dem man der Seite für kostenfreie Sexfilme schwere Vorwürfe machte. Es geht um Pornos mit Kindern und um Szenen des Missbrauchs. PornHub würde sich zu wenig um solche Inhalte kümmern und sie nicht aus dem Verkehr ziehen. Daraufhin haben sich die Zahlungspartner VISA und Mastercard entschieden, die Geschäftsbeziehung auf den Prüfstand zu stellen und selbst zu schauen, ob illegale Inhalte auf der Erotikseite angeboten werden. Nur wenige Tage später gaben beide Unternehmen bekannt, dass sie nicht mehr mit PornHub zusammenarbeiten werden.

Ein schwerer Schlag für die Pornoseite und die Firma dahinter, die sich MindGeek nennt. Denn immerhin gibt es mit PornHub-Premium einen Bereich, für den Mitglieder bezahlen müssen. Wahrscheinlich waren die Kreditkarten das gängige Zahlungsmittel. Wir vermuten, dass MindGeek nun mit einem enormen Schaden rechnen dürfte. Immerhin hat die Seite mehrere Millionen Besucher täglich.

Also hat sich PornHub entschieden, alle hochgeladenen Pornos zu löschen, die nicht zu einem verifizierten Account gehören. Das sind rund 8 Millionen, Brancheninsider sprechen sogar von 9 Millionen Videos. Verifiziert wird man aber ganz einfach auf der Plattform: Man meldet sich an und lädt ein Bild hoch, auf dem man einen Zettel mit „pornhub.com“ und seinem eigenem Benutzernamen in die Kamera hält. Eine Altersverifizierung gibt es hier scheinbar nicht.

Auch die Funktion des Uploads wurde gesperrt – zumindest für Benutzer ohne einem verifizierten Account. PornHub gab aber bekannt, dass man schnellstmöglich auf die Anträge zur Verifizierung reagieren möchte um von den gesperrten Videos bald wieder einige zur Verfügung zu stellen. Gelöscht sind die Videos also nicht, sondern eher nur gesperrt.